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Das wahre Leben
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Das Leben schreibt nunmal die seltsamsten Geschichten.
Und welcher Polizeibeamte wüsste nicht selbst dutzendweise von Begebenheiten zu erzählen, bei denen doch sehr stark am Verstand und anderem bei unserem Gegenüber oder manchmal auch Kollegen zu zweifeln wäre oder welche einfach nur lustig waren.


Eine Frau fuhr beim Ausparken gegen eine Strassenbahn.
Aufnehmender Beamter zu ihr:
“Wir müssen die Fahrbahn wieder frei machen, fahren Sie bitte rechts ran.”
Zum Strassenbahnfahrer:
“Sie auch bitte...”

Im Frühdienst auf Streife. Der Kollege nicht ganz frisch, da der vorhergegangene Abend ziemlich anstrengend für ihn war.
Wir werden zu einem VU mit Unfallschaden gerufen. Auf der Fahrt dorthin die übliche Absprache: Ich schreibe und du machst die Zeichnung.
Als wir am Unfallort ankommen, steige ich aus, um die Personalien aufzunehmen. Der Kollege begibt sich ebenfalls an seine Arbeit: Einkreiden und Ausmessen der Unfallfahrzeuge.
Nach einer kurzen Weile fällt mein Blick auf den Kollegen der inzwischen fleissig aber wohl mit den Gedanken sonstwo seine Arbeit aufgenommen hat. Und was sehe ich?
Er ist gerade in der Hocke und konzentriert dabei, unsren Streifenwagen einzukreiden
Mir fällt zunächst vor Schreck fast der Kuli aus der Hand. Also zu ihm hin und gefragt, warum er unseren Streifenwagen einkreide?
Das Gesicht des Kollegen ist leider nicht wiederzugeben, als ihm sein Lapsus auffällt. Das ganze löst sich in einer lachenden Runde incl. der Unfallbeteiligten auf.

Es begab sich anlässlich der Spurensicherung nach Einbruch in der Wohnung einer älteren Dame.
Im erlauf der Aufnahme meinte diese, die Täter müssten ihrem Hund irgendwas gegeben haben, um ihn zu betäuben, sonst hätte der doch bestimmt angeschlagen.
Just in dem Moment kam besagter Hund in der Wohnung um die Ecke und lief mir - ohne grosse Eile - voll gegen die Beine.
Ob der überhaupt noch was gemerkt hat? Der jüngste war er jedenfalls nicht mehr...

Tagdienst, 1. April Sonntag, Wandertag der IPA rund um Wiesbaden.
Funkspruch von EZ: Fahrt mal ans Eishaus, da ist ein Kontrollpunkt vom Wandertag, die haben da einen Pinguin gefunden.
Ja ja.
Nein wirklich. Das ist kein Aprilscherz, an dem Kontrollpunkt wird ein Pinguin festgehalten!
Wir da hin gefahren. Tatsächlich ein Pinguin. Ab ins Tierheim mit ihm.
Anschliessende Ermittlungen haben ergeben, dass der Pinguin bei einem Zirkus in der Nähe weggelaufen ist.

Passend zum Pinguin:
Uns wurde vor kurzem ein Fuchs im Solarium eines Fitnessclubs gemeldet. Da die meisten Füchse im nachhinein ja Hunde sind, haben wir auch eher mit einem Hund gerechnet. Als wir ankamen und ich dann unter der Kabinenwand durchsah und sagte “das ist ja wirklich ein Fuchs” war die Angestellte sehr erleichtert, da sie schon dachte, sie hätte Halluzinationen.
Das Vieh hockte unter der Sonnenbank und schaute genauso verdutzt wie wir.
Im Endeffekt hat dann der Förster mit grossem Getöse den Fuchs eingefangen.
Die “Obduktion” ergab dann, dass er einen Tennisball gefressen hatte.
Also war er vor dem Sonnenbaden wohl noch ne Runde Tennis spielen..

Also es war einmal weit im Osten. Es begab sich also zu jener Zeit eine Streife einer Bundesbehörde zur Nachtschicht an die Grenzen seines Reiches und machte nach einiger Fahrerei ohne Vorkommnisse eine untergezogene stehende Beobachtung. Tja nun begab es sich aber, wohl weil ihnen ihr König nicht ausreichend Taler zur Verfügung stellte und immer mehr kürzte und die beiden noch einen anderen Dienst am Tage wahrnehmen mussten, dass beide Kollegen in Ermangelung an ausreichend Schlaf während der anstrengenden Beobachtung an der Grenze ganz schwere Augen bekamen und diese dann schlossen.
Nach ca. 1 bis 2 Stunden Augenpflege klopfte es plötzlich an der Tür des Streifenwagens.
Völlig erschrocken öffneten die Kollegen die Augen (sie hatten natürlich nicht geschlafen sondern nur intensiv nachgedacht!) und wurden ihrerseits von draussen in der lauen Sommernacht durch ganz viele Augen angesehen.
Die zu einem der Augenpaare gehörende Stimme fragte den auf dem Beifahrersitz befindlichen Kollegen dann auch prompt in gebrochenem Deutsch:
“Entschuldigung Taxi nach Berlin?”
Hmm, die hatten wohl den Blaulichtbalken mit nem Taxischild verwechselt.
Aber ganz unrecht hatten sie nicht. Nach Berlin sind sie gekommen, wenn auch mit einem kleinen Umweg und einigen Unannehmlichkeiten. Und auch nur, um den dortigen Flughafen zu besuchen und von dort wieder den Rückflug in die Heimat anzutreten.

Schornsteinfeger kommt aufgeregt zur Dienststelle: “Soeben wurde mir meine kleine Holzleiter vor dem Haus geklaut!”
Durch mich erfolgte Anzeigenaufnahme und Pressebericht über diese frevelhafte Tat an die Zeitung.
Es kam heraus, dass ein bis dahin unbescholtener Bürger die Leiter gesehen und einfach mitgenommen hatte, da er sie für seinen kleinen Apfelbaum im Garten sehr gut gebrauchen konnte. Der Bürger brachte nach dem Lesen des Zeitungsberichtes die Leiter reumütig zurück. Er handelte jedoch bei seiner Tat im guten Glauben, da just an diesem Tage Sperrmüll war und er davon ausging, dass die Schornsteinfegerleiter zu dem besagten Sperrmüll gehörte...

Von einem Kollegen in meiner Dienststelle war bekannt (es ist schon ein paar Tage her), dass er gerne bei der Ehefrau eines bekannten Handballspielers “nach dem Rechten” sah, wenn sein Nachtdienst mit abendlichem Training des besagten zusammenfiel. Der zweite Mann im Wagen machte so lange ein kleines Nickerchen im Funkschatten. Irgendeiner hatte nicht ganz dichtgehalten, der Handballer bekam Wind von der ganzen Sache und beschloss, selbige in die Hand zu nehmen. Er wurde von jemandem zum richtigen Zeitpunkt informiert und begab sich schnurstracks nach Hause, um seine “Aushilfe” in flagranti zu erwischen. Er öffnete leise die Haustür und fand in der Diele, säuberlich an der Garderobe aufgehängt, Dienstjacke, Mütze und Pistole des Kollegen vor. Er disponierte blitzschnell um und tauchte wenig später in der Polizeistation auf und überreichte dem verdutzte Wachhabenden die guten Stücke mit der Bemerkung, er habe das alles in seinem Garten gefunden. Sprach's und verschwand.
Das Gewitter, das sich über dem ertappten Sünder seitens des DGL und nachfolgend auch des PK-Leiters entlud war gewaltig. In beiderseitigem Einverständnis erfolgte sobald die Versetzung an einen anderen Dienstort, nachdem es wegen der Waffe noch ein Diszi obendrauf gab.

Eines Morgens auf der Wache eines Frankfurter Reviers:
Ein Strassenkehrer italienischer Nationalität betrat laut jammernd unsere Wache und rief immer wieder: “Caretta kaputt! Caretta kaputt!!!”
Nach einiger Mühe stellte sich folgender Sachverhalt heraus:
Der Strassenkehrer kam gerade genau vor unserem Revier seiner Arbeit nach, als plötzlich ein Auto mit quietschenden Reifen neben ihm anhielt. Der Fahrer sprang aus seinem Fahrzeug und rannte auf der Strassenkehrer zu. Bevor dieser wusste, wie ihm geschah, riss er ihm den Besen aus der Hand und zerbrach ihn über seinem Oberschenkel. Anschliessend verpasste der Autofahrer der Schubkarre des Strassenkehrers einen kräftigen Tritt, so dass sie gegen eine Laterne flog, dreht sich um, stieg in sein Auto und fuhr weiter.
Nachdem wir den Strassenkehrer getröstet hatten, wurde natürlich eine entsprechende Anzeige geschrieben.
Ich wusste aber noch lange Zeit danach nicht, was der Strassenkehrer mit “Caretta kaputt” gemeint hatte.
Erst Jahre später kam ich in einen Baumarkt und zu meinem Erstaunen und Entzücken sah ich dort Schubkarren stehen mit der Aufschrift CARETTA.

Vor vielen Jahren - 1986 - auf einem Frankfurter Revier (Sachsenhausen) geschah folgendes:
Im Rahmen des Frühdienstes, Sonntagmorgen 06.30 Uhr, wurde der Streifenwagen übernommen und u.a. mit der MPi bestückt
Zeitgleich kam über Funk ein dringender Einsatz und die Besatzung fuhr mit lautem Getöse (Einsatzhorn) von dannen.
Das Tor zum Hof stand noch offen und die neue Wachbesatzung - 2 Kollegen - waren dabei, sich auf einen ruhigen Sonntagmorgen einzustellen.
Plötzlich ging die Tür auf und eine männliche Person betrat die Wache.
Schlagartig breitete sich unter den beiden Kollegen absolute Hektik und Chaos aus:
Der Besucher trug zur allgemeinen Freude eine MPi in de Hand und legte sie mit den Worten “Die habe ich auf der Strasse gefunden.” auf den Wachtresen.
Nachdem sich die beiden Kollegen von ihrem Schreck erholt und aus der Deckung rausgekommen sind, stellte sich heraus, dass der Mann die MPi direkt vor unserem Revier auf der Strasse gefunden hatte.
Er wurde mit tausend Dank aus der Wache komplimentiert.
Der Einsatz der Funkstreife hatte sich mittlerweile erledigt und die Streife wurde zum Revier beordert.
Nachdem die beiden Kollegen zurück waren, wurden sie gebeten, die MPi aus dem Wagen zu holen, da sie ausgetauscht werden soll.
Ein Kollege verliess die Wache und tauchte nach ca. 20 Minuten wieder auf und stammelte die Worte: “Die MPi ist weg!”
Es entwickelte sich zwischen den beiden Streifenkollegen ein interessanter Dialog, der von uns mit den entsprechenden Kommentaren (Diszi, Entlassung usw.) noch angeheizt wurde. Nach einer Weile haben wir die beiden erlöst und sind nach dem nächsten Spätdienst ein oder zwei Bier trinken gegangen (natürlich auf Kosten der Kollegen)...

Es war kurz vor Nikolaustag. Meine beiden Kinder waren noch klein genug, um an den Nikolaus zu glauben. Ich hatte deshalb einen Kollegen gebeten, bei uns zu Hause als Nikolaus aufzutauchen (weil den Kindern schon aufgefallen war, dass Papa immer weg war, wenn der Nikolaus kam).
Ich brachte also ein Nikolauskostüm mit zum Frühdienst und übergab es dem Kollegen, der den Nikolaus spielen sollte. Der verschwand sogleich mit dem Gewand in einem der hinteren Räume, um es anzuprobieren.
Das Gejohle der Kollegen war gross, als er verkleidet nach vorne in den Wachraum kam. Er hatte sich anstatt der Nikolausmütze ein Lübecker Hütchen auf den Kopf gesetzt.
Just in dem Moment, als er schon wieder nach hinten gehen wollte, betrat ein Bürger die Wache. Der Kollege, durch die gute Stimmung aufgeheizt dreht sich auf dem Absatz um und ging zur Wachtheke, schmunzelte den Bürger an und fragte, was er denn für ihn tun könne.
Der schaute den vor ihm stehenden “Nikolaus mit Lübecker Hütchen auf dem Kopf” an und fand das gar nicht komisch, sondern regte sich fürchterlich auf.
Resultat des ganzen: Wir mussten alle beim Schutzbereichsleiter antreten, uns beim Bürger entschuldigen und nachdem der den Raum dann verlassen hatte uns eine gewaltige Gardinenpredigt anhören.
Der humorvolle Schuss war jedenfalls völlig nach hinten losgegangen...

Sonntag morgen, 05.40, Notruf aus einem kleinen Dörfchen im Untertaunus:
“Guten Morgen Herr Wachtmeister; gestern hat man mir meinen Motorroller geklaut. Das waren bestimmt die Buben ausm Dorf. Da hab ich mich auf mein Fahrrad geschwungen und hab den ganzen Abend am Dorfplatz geguckt, ob ich meinen Roller sehe.
Dann bin ich wohl eingeschlafen.
Und jetzt haben mir die Rotzlöffel auch noch mein Fahrrad geklaut!”

Als ich vor Jahren (1986) noch beim BGS meinen Dienst versah, ergab es sich, dass ich mit meinem Streifenführer im Bereich “Gartenschleger-Eck” zu Fuss unterwegs war. Es war später Nachmittag und wir bemerkten nicht, dass sich eine Bache (für Nichtjäger: Bache = unfreundliche Wildsau) mit ihrem Nachwuchs aus dem Unterholz näherte, um uns aus dem Revier zu vertreiben.
Als sie etwa 5-8 Meter vor uns auftauchte und uns unmissverständlich mitteilte “das ist mein Wald”, gab der Streifenführer folgenden Befehl: “Rauf auf den Baum und keine Bewegung!” Gesagt, getan In seiner Hektik fiel dem Streifenführer leider das tragbare FuG aus der Tasche.
Da es damals noch keine Handys gab, mussten wir tatsächlich fast 90 Minuten ausharren, ehe die Bache mit ihrem Nachwuchs weitergezogen war.
Erst als nach ein paar Monaten einem anderen Kollegen ähnliches widerfahren war (er musste allerdings nicht auf den Baum) haben auch wir unsere Geschichte in gemütlicher Runde erzählt.
Nach einigen Lachern erfuhren wir on unserem Zugältesten, dass dies bereits auch anderen Buschisten widerfahren war. So manch anderer hat sogar einen Warnschuss auf wildes Wild abgegeben.

Eine Bürgerin sah in Köln vor ein, zwei Jahren einen Kollegen mit einem alten, etwas ausgefransten Besen nach einem Verkehrsunfall die Scherben an den Strassenrand kehren.
Am Am nächsten Morgen begab sich die Dame in einen Baumarkt, erstand einen nagelneuen Strassenbesen, begab sich zur Wache und schenkte den Beamten den neuen Besen.
Er war zwar nicht zu gebrauchen, da der Besenstiel zu lang war, um in den Kofferraum des Mondeo zu passen (was man der Dame aber nicht sagte), aber diese noble Geste fand durch gute Kontakte zur örtlichen Presse auch noch lobende Erwähnung in den Zeitungen.

Über den Verbleib des Besens ist nichts bekannt...

Den Unterschied zwischen einem Stinktier und einem Stachelschwein musste vor vielen Jahren ein mittlerweile pensionierter Kollege während eines Einsatzes schmerzlich erfahren.
Ein Bürger teilt mit, dass sich in/vor seinem Garten ein Stinktier aufhalten würde.
Als der Kollege das Tier einfangen wollte (nur mit Handschuhen), schmerzte ihm plötzlich sein Schienbein aus bis dahin noch unerfindlichen Gründen.
Nachdem das Tier dann irgendwann entkommen war und auch bis heute noch nicht gefunden wurde, waren wir auf der Wache damit beschäftigt, mit einer Pinzette kleine spitze fest in der Haut (durch die Hose) sitzende Stacheln aus seinem Bein zu entfernen.

Seitdem kennt der Kollege den Unterschied zwischen Stinktier und Stachelschwein...
...und sie schiessen doch.

Und noch mehr Tiere...

Wildunfall: "Herr Wachtmeister, ich habe gerade ein Reh angefahren, das liegt hier und ist verendet." (weibliche Stimme)
"Ja ist gut, bleiben sie da, wir kommen"
Vor Ort treffen wir auf einen Herren, mittleren Alters, nebst Gattin.
Das Fahrzeug, ich glaube es war ein Golf oder so, vollkommen beschädigt vorn, inkl. Motorhaube, Kühler, Schürze, usw..
Schaden ca. 3000.- Euro.
Ich denke so, hmm, für ein Reh ganz schön gross der Schaden und gehe so auf die Suche nach dem Reh. Finde aber leider keins.
Ca. 2 Meter neben dem Fahrzeug im Strassengraben liegt ein ausgewachsener riesiger borstiger Keiler mit zwei riesigen Zähnen, der ziemlich böse guckt; dann aber doch verendet war.

"Wir dachten, das war ein Reh..."

Ja nee, is klar!

Letzten Sommer im Frankfurter Westend:

Mitten in der Nacht ruft ein "Herr" beim Notruf an und meldet, dass ein Unbekannter an seiner Wohnungstür geklingelt und ihm anschliessend in die Hand (!!!) geschossen hat.
Wir mit mehreren Funkwagen, Überfallkommando und Notarzt sofort zum Tatort. Der Typ öffnet uns die Tür, will uns aber aus irgendwelchen Gründen nicht in die Wohnung lassen, woraufhin mein Chef kurzerhand die Tür mitsamt Rahmen eingetreten hat.
In der Wohnung absolutes Chaos (Messie) und ein blutverschmierter Tresor.
Na ja, das "Opfer" gibt noch schnell eine Beschreibung des Täters ab und wird dann ins Krankenhaus verbracht.
Es folgt Fahndung nach dem Täter und das ganze übliche Programm.
 Bei der anschliessenden Befragung im Krankenhaus stellte sich dann heraus, dass der Herr in leicht benebeltem Zustand mit seiner Waffe gespielt und sich dann selbst in die Hand geschossen hat. Danach hat er sie fein säuberlich im Tresor eingeschlossen und die Polizei gerufen.

Warum auch immer...

Mann meldet Unfall mit Reh; Reh tot.
Aufgrund mangelnder Einsatzstärke kommt der Mann zu uns auf die Wache zwecks Protokollaufnahme und Wildunfallbescheinigung für die Versicherung.
" Ach übrigens", sagt der Mann, "damit ihr nicht zum Suchen rausfahren müsst, habe ich das Reh gleich mitgebracht. Liegt in meinem Kofferraum."
Ich weiss nicht, wer dämlicher aus der Wäsche gekuckt hat: Ich oder der Jagdpächter, der 15 km weiter fahren musste, um sein Reh in Empfang zu nehmen.
War aber irgendwie nett von dem Herrn...

Noch ein Tier!!
Bürger überschlägt sich in der Nacht mehrfach mit seinem Wagen (verm. Trunk). Er blieb unverletzt, Wagen Totalschaden. Am nächsten Morgen informiert er die Polizei. Wir zu dem Mann hin. Er gab an, dass er einen Hasen erwischte und es dadurch zum Unfall kam.
Zur Untermauerung seiner Geschichte übergab er uns auch gleich den Unfallverursacher, welchen er "sichergestellt" hatte.
Bei genauer Nachschau ergab sich jedoch, dass es sich um einen Stallhasen handelte und dieser sogar noch warm war, welches von einem uns gut bekannten Förster festgestellt wurde.
Abschliessend ist noch zu sagen:
---Mal verliert man und mal gewinnen die Anderen----

Vor Jahren ist mir dies im Ausland passiert:
Sommer, Sonne, Meer. Was kann schöner sein, als das am Mittag kennengelernte Mädchen gegen Abend wieder heimzubringen. Alles schön und gut. Von der Küste bis zu ihrem Wohnort war jedoch eine kleine Strecke von ca. 25 km zu bewältigen. Kein Problem. Rein ins Auto, noch ein bisschen schmusen. Inzwischen brach die Dunkelheit herein und sie meinte jetzt müsse sie aber wirklich heim. Nach ca. 15 km sehe ich im Scheinwerferlicht den vagen Umriss einer Gestalt mit einer Art Pseudowarnweste (so gut wie keine Reflexion), die komische Anhaltezeichen gibt.
Ja, es war die örtliche Polizei, die dort eine VK durchführte.
Ich hielt an und gab dem Beamten alle meine Ausweispapiere
(Pass, BPA, Führer- und Fahrzeugschein sowie auch die grüne Versicherungskarte). Da ich der Halter des Fzg. war, stand logischerweise auf allen Dokumenten mein Name drauf. Auf drei davon sogar ein Lichtbild.
Der Beamte nahm diese entgegen, leuchtete mit seiner schwachen Taschenlampe drauf und verschwand anschliessend hinter meinen Wagen. Nach ca. 5 min kam er dann wieder zurück und fragte mich: "Sagen Sie mal, wem gehört der Wagen denn?"
In dem Moment fing ich an zu Lachen und fragte auch:
"Was meinen Sie wem der Wagen wohl gehören möge, wenn auf allen Dokumenten der gleiche Name geschrieben steht?".
Der Beamte gab mir dann wortlos und rot im Gesicht die Papiere zurück und ich durfte meine Fahrt fortsetzen.

Im Bereich eines fast ländlichen Revieres war eine Schafherde aus der Umzäunung ausgebrochen und steuerte auf eine vielbefahrene Strasse zu, die an einer Siedlung liegt. Streife hin, aber was tun bei so vielen Schafen?
Also, Aussenlautsprecher an und so gut wie möglich Hundegebell imitiert. Und siehe da, die Herde trottet zurück und bleibt auf der Wiese. Tosender Beifall der Schaulustigen!
Wurde in der Presse noch ausdrücklich aufgearbeitet.

Im Januar 2001 hatte ich Wochenenddienst Spurensicherung.
Dabei werden generell an diesen Tagen meist nur Wohnungs-EDs angefahren. Mir wurden also am Sonntagmorgen durch verschiedene Reviere 6 Wohnungseinbrüche gemeldet und ich legte die Reihenfolge der Abarbeitung fest. Gegen 11:00 Uhr begab ich mich zur Wohnung (inzwischen der 3. Tatort) einer etwa 81jährigen alleinstehenden Frau, die Tatzeit war bereits am Samstag gegen 17:00 Uhr. Die 2-Zimmerwohnung befand sich im EG, wobei das Fenster zum Wohnzimmer komplett aus dem Rahmen gebrochen wurde und nun auf dem Teppichboden lag. Nach mehrmaligem Klingeln öffnete die alte Dame die Wohnungstür, bekleidet mit 3 Pullovern, 1 Strickjacke, 2 Mänteln und noch einer umgeschlagene Plüschdecke. Die Raumtemperatur betrug etwa -3 Grad. Auf meine erste Frage, warum sie nicht ihre Rolladen heruntergelassen und die Heizung volle Pulle angemacht hat, antwortete sie mir: "Wissen Sie, der Herr Wachtmeister hat mir gestern Abend gesagt, ich soll ja nichts anfassen und soll warten, bis der Erkennungsdienst kommt." So sass dann die gute Frau die ganze Nacht über bei geöffnetem Fenster, Aussentemperatur etwa -8 Grad, in ihrem Wohnzimmer und wartete auf den ED. Sie fands aber mords lustig, weil - man könne sich gar nicht vorstellen, wieviele dunkle Typen so Nachts um die Häuser schleichen, die sie beobachtet hatte.
Ich rief dann am Montag das zuständige Revier an und teilte den Kollegen die Geschichte mit. Dabei stellte sich heraus, dass sich nach dort geführter telefonischer Absprache die Tochter noch am Samstag um ihre Mutter kümmern wollte, was aber nicht geschah und ausserdem sollte sie nur eine Porzellan-Keksdose sowie eine Schmuckschatulle nicht anfassen.
Alles andere war nicht relevant...

Diese Geschichte ist mir vor Jahren passiert.
Es war an einem Sonntag, ziemlich warm und nicht viel los. Die Leitstelle fragte, welches Fahrzeug in der Nähe eines bestimmten Campingplatzes stehen würde. Es traf meinen Kollegen und mich. Einsatzstichwort: Schlange auf dem Platz.
Da es schon am späteren Nachmittag war, gingen wir alle davon aus, dass eine kleine Blindschleiche oder so ähnlich dort rumkroch.
Wir fuhren also zum Campingplatz. Noch bei der Anfahrt meldete sich die Leitstelle noch mal, Jungs gebt Gas ich bekomme ständig neue Hinweise. Es soll sich um eine BOA handeln. Wir dachten noch - Eine BOA am Rhein - alles klar -
Wir kommen am Campingplatz an, eine riesige Menschenmasse. Einer kommt auf uns zu - Herr Wachtmeister -ich habe sie - ich habe sie. Wir gut - dann lassen Sie mal sehen. Da schleppt er einen Plastiksack an. Wir gucken rein - Eine BOA - Das liebe Tier war ca. 3 Meter lang. Wir haben den Vorfall der Leitstelle gemeldet und den Tiertransporter der Feuerwehr bestellt, normalerweise ein VW Bulli mit 2 Mann besetzt. Was kam von der Feuerwehr? Ein komplettes Löschfahrzeug mit vollständiger Besatzung.
Zum Schluss: Die BOA machte mit seinem Eigentümer Urlaub auf dem Campingplatz - und ein paar Kinder aus den Nachbarzelten hatten sie rausgelassen.

Verkehrskontrolle, ich selbst bin der Anhalteposten. Es kommt ein Motorrad gefahren und ich halte das Fahrzeug an. Da alle anderen noch mit Kontrollen beschäftigt sind, gehe ich halt selbst zum Motorradfahrer und sage mein Sprüchlein: "Guten Tag, Verkehrskontrolle, ich hätte gern FS und Fzg-Schein". Und der Motorradfahrer entgegnet mit völliger Gleichgültigkeit "Ich habe keinen Führerschein", ich denke noch, der macht Scherze, frage noch mal nach und dann sehe ich hinter dem Motorradfahrer auch schon ein Auto mit dem Fahrschulschild auf dem Dach und der Fahrlehrer ist schon auf dem Weg zu mir.
Na ja, kann vorkommen.

Meldung über Wildunfall. Kollege und ich fahren zur angegebenen Örtlichkeit. Dort angekommen fragen wir dann den Fahrer, wo denn das Wild liegt, da auf der Fahrbahn nichts zu sehen ist. Und dann zeigt er uns das Reh, das es sich auf dem Beifahrersitz seines Pkw "gemütlich" gemacht hatte, Eintritt durch die Windschutzscheibe...

Das war letztes Jahr bei dem Empfang und Eskorte des Dalai Lama in Frankfurt. Nach dem die ganzen Empfänge in der LZB usw. vorbei waren, wurde der Dalai Lama zu einem Schlosshotel im Taunus, mit Eskorte usw., begleitet. Der besagte Kollege von mir sperrte zu diesem Zeitpunkt mit seinem Krad den Königsteiner Kreisel, um so den Weg für die ganze Kolonne frei zu machen. Alles bleibt stehen, es dreht sich kein Rad mehr und in ca. 500 m Entfernung war auch schon die Kolonne zu sehen. Eine ältere Dame begab sich mit ihrer Gehhilfe auf die Fahrbahn. Der Kollege sah dies und bat sie, wieder auf den Gehweg zurück zu laufen, da die Eskorte mit Blaulicht in Sicht sei. Darauf erwidert die Dame: "Wieso denn, ich habe doch grün (Ampel)!!" und versuchte langsamen Schrittes weiter über die Gasse zu laufen. Zum Glück konnte der Kollege sie rechtzeitig stoppen.

Drei "Geschäftsleute" aus dem wilden Kurdistan hatten sich mit einem Kollegen (von uns) in einem beschaulichen S.-H. Örtchen zu einem Geschäftsabschluss verabredet. Es sollte ein kleines Geschäft "Braunes gegen Euro" werden.
Nach ein bisschen Wartezeit unsererseits kamen die "Geschäftsleute" aber nicht. Da wir aber an dem Abschluss mächtig interessiert waren, "begaben" wir uns in die Wohnung und um die Wohnung herum.
Zwei der "Geschäftspartner" wollten uns wohl nicht sprechen und sprangen kurzerhand aus einem Fenster (EG nur), wo sie dann schnell "in ein Gespräch verwickelt" wurden. Den anderen fanden wir auf dem Sofa sitzend und blöd guckend vor. Wir stellten uns freundlich vor und baten um Auskunft, wo sich denn die Ware befände. Nach geraumer Zeit des Monologs unsererseits wurden wir dann ein bisschen böse in Ermangelung von Antworten, denn es kam NULL Reaktion von ihm. Ein Kollege fasste den "wilden Herrn aus Kurdistan" dann auch ein bisschen an, denn wir hatten ein Anliegen!
Irgendwann gaben wir die Befragung dann auf, da sie keinen Erfolg brachte und fingen selbst zu suchen an. Was wir neben der Ware dann auch noch fanden, war ein Ausweis. Dieser wies unseren "Gesprächspartner" aus als schwerbehindert, weil taubstumm!

... das hätte er auch gleich sagen können, oder?

Es begab sich in einer lauen Sommernacht in einem Villenviertel einer Kleinstadt südlich von Offenbach.
Gegen 04.30 Uhr rief ein aufgeregter Bürger bei uns an und meldete eine Schar lärmender Personen vor seinem Haus.
Da die Streife anderweitig gebunden war, fuhr ich mit einem Kollegen dort hin.
Als wir an dem "Tatort" eintrafen, bemerkten wir eine Anzahl von 35-40 Personen die sich auf der Strasse vor dem Hoftor eines grösseren Bungalows versammelt hatten. Es waren alles Bürger so um die 50, Männlein und Weiblein, und fast alle hatten einen Blumenstrauss in der Hand. Hinter dem Tor war auf den Platten ein Herz aus brennenden Teelichtern aufgestellt, in dem aus den gleichen Kerzen eine grosse "50" leuchtete. Dies gab uns also schon mal den Hinweis auf den Grund dieser Versammlung.
Wir hielten auf der Strasse an und schauten uns die Sache zunächst aus der Distanz an.
Plötzlich trat aus der Haustüre ein blonder Mann, so etwa um die 50 Jahre alt. Er schaute wutentbrannt in die Runde und kam dann schnellen Schrittes und mit wehenden Haaren aus dem Hoftor auf die Strasse zu.
Dort erhob sich nun die Stimme des Chores der Nachbarn zu einem lautstarken “Happy Birthday”.
Der Mann schaute jetzt noch wütender Plötzlich löste sich aus der Menschenmenge eine Frau mit einer Torte und ging zu dem Geburtstagskind hin. Mit einem fröhlichen "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, mein Schatz!" hielt sie ihm die Torte hin.
Dem Mann schien das aber gar nicht zu gefallen. Er schlug von unten mit der flachen Hand gegen die Tortenplatte und drückte sie der Frau geradewegs in das Gesicht. Dann drehte er sich um und verschwand wieder in der Haustüre.
Die Frau stand da wie ein begossener Pudel und die Nachbarn schauten verlegen in die Runde.
Da es hier offensichtlich für uns nichts zu tun gab, trollten wir uns auch wieder.

Die Sache wurde natürlich der Presse gemeldet und machte dank BILD überall die Runde

Mitten in der Nacht, Kontrolle eines Radfahrers.
Auf dem Gepäckträger des jungen Herrn befindet sich eine Gummipuppe, tropfnass.
Auf die Frage, wie er denn dazu kommt, antwortet er.
"Mit der war ich Schwimmen".

Badezeug war dabei...

Einer der unbeliebtesten Einsätze bei uns waren Abschiebungen aus der HEAE (Zentrale Asylunterkunft Hessens) in Schwalbach/Ts.
Anfang der 90iger Jahre wurden ein Kollege und ich beauftragt, dort hin zu fahren und eine Abschiebung zum Flughafen Ffm zu bringen. Vor Ort stellte sich heraus, dass es eine Afrikanerin mit ihrem Kleinkind war.
Wir fuhren die Frau mit Kind also zum Terminal 1 am Frankfurter Flughafen. Damals mussten die Schüblinge noch durch das Terminal 1 zum BGS gebracht werden.
Vor dem Terminal 1 angekommen, stieg die Frau aus, setzte ihr ca. 1 1/2 jähriges Kind auf den Gehweg und ging noch ca. drei Schritte von uns weg.
Plötzlich und für uns unerwartet fing die Frau an sich auszuziehen. Die ausgezogene Kleidung warf sie von sich weg.
Mein Kollege und ich waren sooo baff, dass ich zum Kollegen, als die Frau total nackt war, nur noch sagen konnte: "Peter mach den Mund zu".
So standen wir nun da und waren mit unserm Latein am Ende. Keiner von uns wagte natürlich die Frau anzufassen. Alle Aufforderungen sich wieder anzuziehen, wurden ignoriert.
Uns war der Vorfall unheimlich peinlich, da sich im Terminal 1 viele Leute befanden.
Dann hatte mein Kollege die Idee, wir fahren die Frau wieder nach Schwalbach zurück. Er erklärte ihr dies mit Brocken von Englisch, womit die Frau dann einverstanden war. Sie weigerte sich aber die Kleidung wieder anzuziehen, so dass wir diese einsammelten und zu ihr auf die Rückbank des Fukw warfen.
Die Frau sass nackt im Fukw.
Auf der BAB 5, Ri. Ffm, staunten die LKW-Fahrer, als sie sahen, dass bei uns auf der Rückbank eine nackte Afrikanerin sass.
Genauso staunten die Bediensteten des Ausländeramtes als wir plötzlich mit der nackten Frau wieder im Büro standen. Ab diesem Tag habe ich bei jeder Abschiebung einen Fotoapparat mitgenommen.
Leider oder Gott sei dank, ist mir selbiges nie mehr widerfahren.

Es war Sommer und recht heiss, das war wohl auch der Grund, warum sich eine ca. 40jährige Frau spontan zu einem Möbelwechsel entschied. Wohin mit den alten Möbeln? Klar, aus dem Fenster. Die Frau sollte dann zwangseingewiesen werden. Da sie sich nicht entschloss, die Wohnungstür zu öffnen, musste diese durch die F geöffnet werden. Die Frau stand hinter der Tür und drohte, ihren Hund auf uns zu hetzen. Der Hund begann dann auch lautstark zu bellen, was allen vor der Tür stehenden Beamten Tränen des Lachens in die Augen trieb.
Es war die Frau, die bellte...

Vielleicht nicht kurios, sondern eher die Rubrik HOPPLA:
Was passiert eigentlich, wenn man sich aus dienstlichen Gründen im Nordafrika rumtreibt, abends vom Hotel aus die Dienststelle über den Sachstand informiert, versehentlich den Telefonhörer nicht richtig auflegt und das dann erst am nächsten Tag bemerkt, weil man an der Rezeption gefragt wird, wer denn da in seinem Zimmer Dauergespräche führt, während man doch hier unten steht? Die korrekte Antwort lautet: Upps! - in Multiplikation mit dem extrem günstigen Auslandstarif machte das dann ca. 1.200,- DM.

Vor ein paar Jahren im Frankfurter Westen:
Anruf: Mutige Bürger haben maskierte Person vor einer Bank gestellt, halten ihn dort fest.
Streifenwagen nach dort, aufgebrachte Menschenmenge.
Mittendrin eine Person mit schwarzem Motorradhelm, schwarzem Visier, komplett schwarz gekleidet, aber irgendwie seltsam.
Der Aufforderung der Kollegen, den Helm abzunehmen, entgegnet der Unbekannte mit flehender Stimme: "Bitte nicht hier auf der Strasse, Nehmen Sie mich mit, auf der Wache nehme ich ihn auch ab!"
Alle Versuche erfolglos, also Person mit Helm in Streifenwagen und ab damit. Dort kommt dann die Erklärung des mittlerweile unbehelmten und sichtbar erleichterten, jungen Mannes:
"Ich war unterwegs zu einer Lack- und Lederparty und wollte mich nicht dort umziehen. Also habe ich meine Montur bereits zu Hause angezogen. Damit das ganze nicht so auffällt habe ich mir einen Motorradhelm geliehen. Anschliessend habe ich mich in die S-Bahn gesetzt. Da die Blicke der anderen Fahrgäste jedoch immer intensiver wurden und sie wohl erkannten, dass ich kein Motorradfahrer bin und meine Montur kein Motorradanzug ist, bin ich sehr nervös geworden und prompt an der falschen Haltestelle ausgestiegen.
Da ich dort noch auffälliger war und mir das sehr unangenehm wurde, habe ich den Helm aufgesetzt und bin auf der Suche nach der Party durch die Strassen gelaufen, als mich vor einem Schaufenster plötzlich und unerwartet mehrere Menschen anfielen und festhielten.
Dass dort eine Bank war, habe ich erst später bemerkt."

Es war einmal ein sonniger Freitag morgen.
Es stand eine Reisebus-Kontrolle auf der A3 zwischen Frankfurter Kreuz und Hanau auf dem Programm.
Die Kollegen der VI machten es sich auf einem Parkplatz gemütlich und einige Kollegen fuhren die Schlepperfahrzeuge.
Es war kurz vor Ende der Kontrollzeit.
Bis auf einen Kollegen hatten wir uns schon alle auf dem Parkplatz eingefunden.
Wir warteten also alle auf den Kollegen und den letzten Reisebus - und dann kam er und hinter ihm ein grüner Reisebus mit einem Schild in der Windschutzscheibe "Polizeipräsidium Bonn"!!!!!!!!

Ob der Kollege mit seinen Gedanken schon im Wochenende war??????

Montag morgens gegen 08:00 Uhr irgendwo in der Wesermarsch:
Die Funkstreife steht vorm Bäcker, ein Beamter kauft sich gerade seine Brötchen. Der zweite Beamte sitzt im Fukw, auf der Rückbank hat die Polizeipraktikantin (Fachoberschülerin / zivil) Platz genommen.
Ein etwa fünfjähriger Knirps fragt den Beamten beim Bäcker, ob denn die junge Dame eine "Gefangene" sei. Der Beamte: "Nein, das ist eine Praktikantin, die möchte mal Polizistin werden."
Der Junge: "Polizistin ist gefährlich, da kann man von tot gehen."

Aufmerksamer Bürger bemerkt auf einer Baustelle neben einer Diskothek eine ruchlose Hand, die etwas im Sand vergräbt und teilt dies natürlich der Polizei mit. Kollegen vom "Fachkommissariat" vermuten natürlich sofort einen angelegten "Drogenbunker" fürs nächste Wochenende.
Bewaffnet mit Klappspaten fährt man mit dem Bürger zu dem Versteck. Nach 20 Minuten verletzungsfreiem Graben nach diesem exhumiert man fachmännisch zwei verendete Wellensittiche...
Ob eine Anzeige wegen Verstosses gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz vorgelegt wurde, ist dem Verfasser nicht bekannt...

Es ist jetzt etwa 20 Jahre her, ich war gerade frischgebackener Wachtmeister bei der Verkehrspolizei, da wurde zur Nachtschicht angetreten und rausgefahren.
Auf der Streifenfahrt auf einmal ein wild gestikulierender Mann auf der Fahrbahn. Natürlich anhalten und fragen was los sei.
Na ja, völlig durch den Wind sagt der nur: "Meine Frau, die muss schnell ins Krankenhaus, weil die ein Baby erwartet!"
Also kurzerhand die Frau ins Auto (ächz) und ab in die Landesfrauenklinik. Wir haben die Frau kaum abgeliefert und mit den Schwestern noch einen Kaffe getrunken, da wurden wir auch schon gefragt: "So, wem dürfen wir denn nun gratulieren?"
Wir beide haben ein ganz schön langes Gesicht gemacht und hatten die Lacher auf unserer Seite.

Ein wichtiger Zeuge eines Verkehrsunfalls sollte heute zur Sache vernommen werden. Dieser Zeuge erschien auch wie erwartet, nur war dieser nicht mehr so ganz nüchtern. Genau gesagt ergab ein Atemalkoholtest einen Wert von 1,3 Promille.
Auf die Frage hin, wie er denn zur Dienststelle gekommen sei, antwortete die alkoholisierte Person doch prompt: "Na mit dem Auto!"
Und schwups, hing er 10 Minuten später an der Nadel zwecks Blutentnahme und seine Rolle als Zeuge wandelte sich in die Rolle als Beschuldigter um.

Damals auf einem Frankfurter Revier hatten wir einen renitenten "Gast" in die Zelle im Keller des Reviers zu sperren.
Da sich der Gast aber erheblich wehrte, waren wir gezwungen zu zweit etwas "nachzuhelfen" und den Mann in die Zelle zu tragen.
Und "schnapp!" machte es, und die Zellentür fiel hinter uns zu.
Ich trommelte und hämmerte natürlich kräftig gegen die Tür - leider umsonst. Die oben sitzenden Kollegen hörten es zwar, dachten aber nur, das dieser Lärm von dem Renitenten käme.
Erst als wir nach ca. einer halben Stunde immer noch nicht wieder auf der Wache erschienen, schickte man einen Suchtrupp, der uns auch fand - einträchtig mit dem "Gast" auf der Zellenpritsche sitzend.
Denn der war inzwischen nicht mehr aggressiv, sondern sehr fröhlich: Er lachte sich schier über uns kaputt...

Einen enorm dummen Bürger durften meine Kollegen letzte Woche in einer NS miterleben. Sie standen des Nachts auf einem Dorfplatz und sprachen mit einem älteren Bürger. Da näherte sich ein ihnen unbekanntes Fahrzeug, blieb neben den Kollegen stehen und der Fahrer öffnete die Fensterscheibe. Nun erst wurde der Fahrer erkannt, dieser sagte dann "Ich weiss Herr POM, sie haben mir den Führerschein weggenommen, aber ich muss doch meine Freundin abholen!" und seine Freundin "Ich habe ihm das Fahren gestattet!"
Dümmer geht’s nimmer, denn der Kollege hätte den Fahrer nie erkannt; anderes Auto, Nacht usw...

Neulich in Koblenz:
Eine "kriminaltechnisch geschulte Beamtin" der Polizei Koblenz bewies auch unter tropischen Bedingungen einen kühlen Kopf, als sich eine Autofahrerin Hilfe suchend auf der Wache einfand.
Sie war, wie sie angab, Opfer eines professionellen Pkw-Einbruchs geworden:
Die Seitenscheibe der Fahrertür sei fein säuberlich herausgetrennt worden. Die Beamtin schritt vor der Protokollierung des perfiden Verbrechens zur genauen Besichtigung des Tatobjekts - und kurbelte die verschwundene Scheibe wieder hoch...


Hm, der Tageszeitung mit den grossen Buchstaben passte wohl nicht, dass eine Kollegin die Scheibe hochkurbelte...
Das ganze steht heute so dort drin, allerdings war ein Beamter der Held der Maid in Nöten...

Hmm, obwohl ich auch noch ein ganz frischer Polizeibeamter bin, habe ich auch schon die eine oder andere Sache erlebt.
Da wurden mein Streifenpartner und ich mitten in der Nacht zu einem VU-Wild gerufen. Am EO eingetroffen fanden wir einen völlig zerstörten Golf IV vor, vorne rechts komplett Schrott. Der Fahrer stand daneben und erzählte, ein Reh wäre von links nach rechts über die Strasse gelaufen und er wäre dann gegen den Baum gefahren, als er ausweichen wollte. Da mir das ein wenig komisch vorkam, "bot" ich ihm einen Alkoholtest an. Mit diesem war er auch einverstanden. Als er dann aber "losblasen" sollte, kippte er auf einmal um. Ich ihn sofort in die Schockstellung gebracht, RTW gerufen, ab ins KH. Dort hab ich dann aber auf die Entnahme einer Blutprobe bestanden - und siehe da: 2,2 Promille. Das Zusammenklappen war nämlich nur gespielt!!
Aber nicht mit uns *gg*

Dieses Erlebnis passierte in meiner Ausbildung. Durch den Zugführer des Parallelzuges wurden wir bei Einzug in die neue Unterkunft informiert, wörtlich: "Dies ist mein Parkplatz, hier parke nur ich und kein anderer, verstanden?"
In einer frostigen Winternacht, nach einer ordentlichen Zugfeier (mit Ausfallerscheinungen einzelner) wurde kurzfristig beschlossen, wir bauen einen Schneemann. Die Frage war nur noch wo, also wurde der Parkplatz o.g. Herrn auserkoren. Die Schneefrau ist am Ende ca. 5- 6 m hoch gewesen. Am nächsten Morgen kam der Zugführer und "bestaunte" unser Werk und alle anderen feixten nur. Ärger gabs keinen, nur ein einzelner musste sich für ein paar Tage einen neuen Parkplatz suchen.

Eines Tages fragte ich einen Reisenden nach seinem Pass / BPA. Daraufhin fragte er, seit wann es eine Grenzkontrolle zwischen Brandenburg und Sachsen gäbe?
Des Rätsels Lösung ist folgende: Der Herr wollte nach Dresden, hatte am Spreewalddreick (BAB 13) aber die Abfahrt verpasst und ist dann die 70 km bis zur Bundesgrenze auf der BAB 15 geblieben.
Das mit dem Falschfahren passiert öfter, nur die Frage, warum hier eine Passkontrolle stattfindet, kam erst einmal...

Es war in dem Sinne kein Einsatz, aber aussergewöhnlich alle mal.
Damals hat man es noch nicht so verbissen gesehen, denn die Terrorgefahr war nicht so allgegenwärtig wie heute. Mitte der 90er: Ein (relativ) grosser deutsch-polnischer Grenzübergang auf polnischem Gebiet. Ein polnischer Grenzschützer findet einen Aktenkoffer verdächtig, da dieser bereits seit über 4 Stunden herrenlos an seiner Kontrollbox herumsteht.
Innerhalb von 10 Minuten wird der Übergang gesperrt, die Zufahrten für alle zivilen Fahrzeuge gesperrt und gewartet. Nun glauben alle, es wird irgendwann ein Expertenteam eintreffen.
Oh nein!! Nach ca. 30 Minuten erscheint ein weiterer polnischer Grenzschützer mit dem Experten. Einem Schäferhund! Beide bewegen sich im Abstand von etwa 5 m um den verdächtigen Aktenkoffer herum. Da löst der polnische Kollege die Leine und der Hund rennt gegen den Koffer. Dieser fällt um und nichts passiert. So löste man das damals in Polen.
Ein halbes Jahr später hatten wir noch mal die selbe Situation.
Alles lief genauso ab, nur dass diesmal kein Hund dabei war. Ein polnischer Kollege nahm den Koffer am Griff hob ihn ca. 1,5m in die Luft und liess ihn fallen.
(Natürlich passierte wieder nichts!) Mit den Worten Chisko dobsze (Was bedeutet: Alles GUT!!) verliess er den Ort und der Grenzverkehr floss weiter.
in diesem Sinne...

Da fällt mir auch noch eine Geschichte aus meiner Zeit beim Flughafen Frankfurt ein:
Damals war ein Jumbo der Korean-Air auf dem Weg zur Startbahn, als ein Triebwerk plötzlich Feuer fing. Glücklicherweise konnte dies schnell durch die Flughafenfeuerwehr gelöscht werden.
Nun hätte man bei Lufthansa diesen Flieger sofort aus dem Verkehr gezogen und komplett neu durchgecheckt. Nicht so bei Korean-Air.
Der Flieger wurde per Schlepper vor das neue Terminal 2 gezogen, weil das damals erst im Rohbau war und dort also genug Platz war. Die Bremsen wurden angezogen. Alle Passagiere stiegen aus. Dann wurde das defekte Triebwerk eine Viertelstunde lang mit Vollgas laufen lassen. Als sich dabei
keine Probleme mehr ergaben, kamen alle Passagiere wieder in den Flieger, und los ging’s nach Korea!

 

 

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